Obama trifft sich mit einer Zweiparteien-Gruppe von ungefähr 30 Führern des Kongresses zwecks einer aktualisierten Information über die Revision der Strategie.

Mehrere Abgeordnete kritisierten den vom Biden verteidigten Standpunkt einer antiterroristischen Offensive. Sie legten ihn als eine Art Reduzierung der Präsenz der Vereinigten Staaten aus.

Biden erläuterte, dass er nicht eine Politik verteidigt, die bei der Durchführung einer Operation nur auf den Einsatz von Spezialtruppen setzt.

Der Präsident musste klarstellen, dass niemand vom Weggehen aus Afghanistan spricht.

McCain sagte, er erwarte nur, dass die Entscheidung nicht unüberlegt getroffen wird und die Tatsache beachte, dass die Entscheidung von Obama als Oberbefehlshaber getroffen werden muss.

Obama erwiderte: ‚Ich versichere Ihnen, dass ich keine unüberlegte Entscheidung treffe. Und Sie haben vollkommen Recht. Ich muss die Entscheidung treffen, ich bin der Oberbefehlshaber.’

Obama fuhr fort: ‚Niemandem liegt diese Entscheidung so am Herzen ―und zwar auf ordnungsgemäße Weise― wie mir.’

An demselben Tag, um 15.30 Uhr berief Obama erneut sein Team zusammen, um die Lage in Pakistan zu analysieren.

Der Konsens innerhalb der Nachrichtendienste bestand darin, dass die Lage in Afghanistan nicht gelöst wird, solange keine stabilen Beziehungen zwischen Indien und Pakistan bestehen.

Mullen wies darauf hin, dass sich die Programme zur Zusammenarbeit zwischen den Armeen der Vereinigten Staaten und Pakistan für Ausrüstungen, Ausbildung und sonstige Vorhaben auf fast 2 Milliarden pro Jahr erhöht haben.

Es gab Vorschläge über die Eröffnung neuer Einrichtungen in Pakistan mit dem Ziel, Informationsquellen in die Stammesgemeinschaften zu infiltrieren und militärische Berater der Vereinigten Staaten in pakistanische Einheiten einzubeziehen.

Obama stimmte allen Aktionen vor Ort zu. Es war unüblich, einen Befehl unmittelbar vom Präsidenten zu erhalten, denn bis zum heutigen Zeitpunkt hat man in den Arbeitsberatungen viel gesprochen, aber keine Entscheidungen getroffen.